Zehngebote

JÜDISCHES RECHT

Forschungsstelle Marcus Cohn

Justitia
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Über Uns

Talmudisches im Internet

ein Beitrag für das Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Das Internet ist bei Rechtsradikalen und Antisemiten äußerst beliebt. Sicher vor strafrechtlicher Verfolgung können sie ihre Hassbotschaften über das weltweite Netz relativ ungehindert verbreiten. Doch auch ihre Gegner haben das Internet inzwischen für den Kampf gegen Rechts entdeckt. Sie setzen Aufklärung gegen Verhetzung.

Solch eine Aufklärung kann auch in der Vermittlung der Werte des Judentums zum Ausdruck kommen. Diese Werte werden am besten im Talmud beschrieben. Im Fachbereich Rechtswissenschaft der Frankfurter Universität beschäftigt sich Rechtsanwalt Dr. Gabriel Miller mit der Vermittlung des positiven Gedankenguts des jüdisches Geistes. Seit fünf Jahren lehrt er Jüdisches Recht für Studenten der Rechtswissenschaft und andere Interessierte. Seit kurzem hat er auch eine Homepage eingerichtet, in der das Surfen nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Erfreuliches fürs Auge bietet. Denn die Seite ist äußerst ansprechend gestaltet.

Klickt man zum Beispiel auf den Link "Der Anfang" mit den Stationen des Jüdischen Rechts, sieht man neben den kurzen Beiträgen auch Bilder von Michelangelo und Albrecht Dürer. Moses und David, wie überhaupt die Bibel, gehören zum Kulturgut der Menschheit, ebenso wie die Künstler, die versucht haben, sie darzustellen. Einige bleibende Werte, die vom Judentum übermittelt wurden, findet man unter dem Link "Stichworte zur mosaischen Revolution".
Reichhaltiges Material verbirgt sich hinter dem Link über den Talmud. Beiträge über Humor und über ernste Themen ermöglichen einen Einblick in dieses kolossale Werk. Für den, der sich mit der Lektüre des Talmud vertraut machen möchte, gibt es überarbeitete Stellen in deutscher Übersetzung, die auch Nichtgeschulte verstehen können. Ein Kenner kann sogar im gesamten Talmud (Hebräisch natürlich) herumstöbern. Übrigens ist auch die gesamte Bibel auf Hebräisch und in deutscher Übersetzung verfügbar.

Die Homepage bietet aber nicht nur Unterhaltung und Wissenswertes. Sie möchte auch zum Mitmachen anregen, sei es durch Fragen und Diskussionen, sei es durch eigene Beiträge.

All diese Themen sind jedoch von allgemeinem Interesse und nicht speziell für das Seminar über jüdisches Recht und für Studenten konzipiert. Denn die Aufgabe einer Homepage kann nicht die Schulung im jüdischen Recht sein und erst recht kein Ersatz für das Seminar. Sie bietet lediglich Hilfe bei der Materialsuche und möchte Anregungen vermitteln. Darum wird ein besonderes Augenmerk auf die Werte gerichtet, mit denen das jüdische Recht die Weltgeschichte beeinflußt hat. Zur jüdischen Geschichte findet man unter der Überschrift "Judentum" viele Links, die zu anderen Webseiten führen, die dann wiederum weiter führen. Diese Adressen beschäftigen sich jedoch nicht nur mit der Geschichte, sondern erläutern alle bekannten Aspekte des jüdischen Lebens in Geschichte und Gegenwart. Es ist erstaunlich, was man da alles finden kann, von der Beschreibung der verschiedenen Sekten im Judentum zu Beginn unserer Zeitrechnung bis zu den unterschiedlichen Richtungen, die das Judentum heute kennzeichnen. Man könnte fast sagen, es fehlt nichts.

Selbstverständlich fehlen auch nicht Information über Israel, über Entstehung, Volk und Kultur, Religionsgeschichte usw. Und wer Aktuelles aus Israel erfahren möchte, findet in den Webseiten auch Links zu Tageszeitungen in Hebräisch und Englisch und sogar tägliche Nachrichten in Deutsch ("Israelnetz").

Selbst der Teil der Homepage, der eher für Studenten gedacht ist, enthält sicherlich auch für andere Interessierte wichtiges Material. Dazu zählt z.B. das Jüdische Lexikon in deutscher Sprache, das um 1930 entstanden ist. Es enthält ca. einhundertundfünfzig Beiträge über juristische Themen, so über Get und Ketuba, über Treu und Glauben, über Kauf und Betrug usw. All diese Beiträge stehen dem Leser zur Verfügung. Die Hausarbeiten der Studenten, die hier veröffentlicht werden, enthalten grundlegendes Wissen über Tora und Talmud. Hier lohnt sich der Besuch ebenfalls.

Eine klare Struktur der Themen dieser Homepage findet man auf der Link-Seite. Von hier aus kann man leicht zu den verschiedenen Beiträgen der Homepage wie auch zu den Web-Seiten außerhalb der Homepage gelangen und da und dort einen Blick hineinwerfen. Wenn man bedenkt, wieviele Bücher man hätte anschaffen oder wie viele Tage man in der Bibliothek hätte sitzen müssen, um all das über das Judentum zu erfahren, was übersichtlich und eingängig präsentiert wird, dann sollte man den Schritt zum Computer und ins Internet wagen.
In den meisten Suchmaschinen findet man diese Homepage, wenn man das Stichwort "Jüdisches Recht" eingibt. Die Suchmaschine www.rechts-links.com/, zeichnet die Homepage sogar unter ihren Top 5 aus.

Im kommenden Semester wird Dr. Gabriel Miller auch wieder ein Seminar über Jüdisches Recht an der Universität Frankfurt anbieten, das allen Interessierten offen steht.