Zehngebote

JÜDISCHES RECHT

Forschungsstelle Marcus Cohn

Justitia
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Anfänge - König David

Wo beginnt das jüdische Recht?

König Davids Aufgabe?

David

David, Michelangelo 1504

König David hat sich als Gesetzgeber nicht besonders hervorgetan. Der israelitische König hatte nicht in erster Linie gesetzgeberische Funktionen. Nach dem mosaischen Recht "soll er sich nicht erheben über seine Brüder" (5. Moses 17, 19). David verstand seine Aufgabe in der Stärkung und Vergrößerung seines Reiches. Er war eben ein Krieger, und als solcher hat er ein einziges Gesetz begründet: Gleiche Rechte für alle Soldaten; für die Logistik wie für die kämpfende Truppe. "Wie der Anteil derjenigen, die in den Kampf gezogen sind, so soll auch der Anteil derjenigen sein, die beim Troß geblieben sind; jeder soll den gleichen Anteil haben. Und so blieb es weiterhin von diesem Tag an; und er machte es zu Satzung und zu Recht für Israel bis auf diesen Tag" (1. Samuel 30, 24).

David begründete jedoch eine Dynastie, die über vier Jahrhunderte dauerte (Mitte des 10. bis Mitte des 6. Jhdt. vor der Zeitrechnung); in der Geschichte eine einmalige Leistung.

Gott versprach David: "Dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen" (2. Samuel 7, 16). Dieses Versprechen und der Glaube daran waren mit eine Ursache für das Überleben des Judentums und für den Fortbestand des jüdischen Rechts.